Liebe Mitglieder,
liebe Freunde der HARMONIE-GESELLSCHAFT von 1803!

Wiederum geht ein sehr erfolgreiches Jahr Dank Ihrer Aktivitäten zu Ende. Die Veranstaltungen auf Basis Ihrer Programmvorschläge waren – wie immer in der Vergangenheit – sehr gut besucht. Die Mitgliederzahl konnte gegenüber dem Vorjahr mit 323 gehalten werden. 19 Zugänge sprechen für Ihre tolle Werbung und unser attraktives Programm. Bitte lassen Sie auch in Zukunft nicht nach, neue Freunde an unsere Gesellschaft heranzuführen.

Der Vorstand wünscht Ihnen ein frohes und geruhsames Weihnachtsfest sowie für 2012 das Allerbeste, vor allem Gesundheit, damit wir Sie auch künftig noch häufig bei unseren Veranstaltungen begrüßen dürfen.

 

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Adventskonzert – klassische Musik mit gemütlichem Beisammensein bei Kaffee und Kuchen im Hotel Maritim, Mannheim, am 28.11. (15.30 Uhr)
Es hatten sich 98 Mitglieder und Freunde der HARMONIE im Maritim eingefunden, um den jungen Musikern der Musikschule Ludwigshafen bei Kaffee und Kuchen zu lauschen. Lisa To, 9 Jahre Violine, Cyxan To, 12 Jahre Klavier und Astrid Megner, 12  Jahre Querflöte spielten hingebungsvoll Werke von Jenö Takacs, Ludwig van Beethoven, Charles Köchlin, Leonard von Call und Wilhelm Popp. Vor allem der Klaviervortrag des 1. Satzes von Beethovens „Sonate pathétique“ opus 13 begeisterte. Alle drei Musikerinnen gaben sich größte Mühe, vor einem kritischen Publikum zu spielen, das anschließend sehr freundlichen Beifall spendete. Danach kam für die drei der Nikolaus in Form kleiner, gefüllter Schuhe, welche das Ehepaar Heinrich liebevoll gestaltet hatte. Die Musikpädagoginnen Frau Barth, Frau Frickhöffer und Frau Wiesel wurden mit einem Blumenstrauß bedacht, den Herr Wiesel für seine verhinderte Frau entgegennahm. Anschließend erzählte Herr Heinrich den anwesenden Kindern die Geschichte vom Nikolaus und Knecht Rupprecht. Herr Dr. Schunck stellte zu Beginn die geplante Anstecknadel den Mitgliedern vor, die zu über 50% zustimmten, eine solche Nadel zu beschaffen. Am Ende spendeten die Mitglieder € 459,-- für die Musikschule. Wir danken den Organisatoren Dr. HJ Schaumann und Eberhard Heinrich.

 

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Frühling in Andalusien – Prachtvolle Kunst im Süden Spaniens“ – Vortrag von Herrn Herbert Pott im Hotel Maritim, Mannheim, am 28.11. (19.30 Uhr)
Auf Initiative von Herrn Kempf, der die HARMONIE-Reise nach Andalusien angestoßen und organisiert hat, hielt Herr Herbert Pott einen Lichtbildervortrag, um die reiselustigen HARMONIE-Mitglieder auf Spanien einzustimmen, was auch hervorragend gelang, denn der eloquente, flüssige und spannende Vortrag begeisterte die Zuhörer. Am Beispiel einiger ausgewählter Städte und Bauwerke ließ Herr Pott unterstützt durch zahlreiche Geschichten und geschichtliche Daten vor den 49 Anwesenden Andalusien aufleben. Die ehemals christlichen, maurischen und jüdischen Volksteile, die früher weitgehend in Eintracht zusammen lebten, wurden durch die Reconquista der christlichen Könige am Ende des 15. Jhdt. zu Feinden, wobei die Mauren und Juden verfolgt und vertrieben wurden. Zurück blieb eine fantastische Architektur, die bis heute die Menschen begeistert. Aber auch der Einfluss auf die Wissenschaften und die Kunst war so groß, dass er die Jahrhunderte überlebte. Die HARMONIE-Mitglieder, welche die Reise mitmachen werden, konnten sich auf wunderbare Eindrücke einstimmen lassen.

 

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„Das Hausbuch des Hausbuchmeisters“ – Vortrag von Herrn Prof. Manfred Fath im Hotel Maritim, Mannheim am 07.11. (19.30 Uhr)
Der Titel des Buches aus dem 15. Jhdt. ist ein Notname, da man den eigentlichen Autor oder die Mehreren nicht kennt. Es entspricht einem zur damaligen Zeit üblichen Almanach mit verschiedenen Themen, eine Art Kompendium mit Texten und Illustrationen. Es ist zwischen 1465 und 1480 entstanden in DIN A 4 Größe. Von den ehemaligen über 90 Seiten sind nur noch 63 erhalten. Das Buch wurde erstmalig 1850 vorgestellt. Es war bisher in der Bibliothek der Grafen von Waldburg-Wolfegg. Diese wollten es verkaufen für einen Betrag von ca. 20 Millionen €. Nach vielen Bemühungen wurde ihnen die Verpflichtung abgenommen, dass es auf jeden Fall in Deutschland bleiben sollte.
Der Inhalt beginnt mit einem Wappen der Herren von Ast aus Ermendingen, es folgt eine Ars memorandi (Rhetorik-Hilfe), dann Planetendarstellungen, das Ritterleben, Rezepte, Verhaltensregeln im täglichen Leben, Bergbau, Münzwesen, Feststellung des Goldgehaltes einer Münze, Wechselkursberechnungen, Kriegstechnik, Bergbau, Erzverhüttung, Maschinen, Bilder (z.B. Gothaer Liebespaar), religiöse Darstellungen wie das Mainzer Marienleben, Planetenbilder und astrologische Darstellungen und Deutungen im Menschenleben, die Jagd, Liebe, obszöne Darstellungen. Die teils künstlerisch sehr hoch stehenden Bilder wurden, wie damals üblich, sehr häufig kopiert und dienten als Orientierungshilfen und feststehenden Vorlage für nachfolgende Künstler.

Herr Prof. Fath brachte den 45 Zuhörern dies alles mit zahlreichen Projektionen sehr verständlich und interessant nahe.

 

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IK Wandern: Pfalz: Weinbergwanderung Deidesheim – Königsbach – Gimmeldingen – Mussbach am 29.10. (11.00 Uhr)
Zum Abschluss des Wanderjahres und zum zehnjährigen Jubiläum der Wandergruppe gab es einen Rekord zu verzeichnen: Es kamen 42 Mitglieder der HARMONIE und Wanderfreunde zusammen, um sich unter Leitung von Dr. Manfred Schunck durch die Weinberge und Weindörfer führen zu lassen. Die Organisation klappte sehr gut.
Der Weg führte vom Bahnhof Deidesheim zum Parkplatz Sensental am Waldrand oberhalb der Weinberge entlang zum Paradiesgarten, wo Herr Schunck einen Überblick über Deidesheim und den Weinbau gab. Weiter nach Königsbach und in die gotisch-barocke Kirche, die von Herrn Schunck erklärt und beschrieben wurde, wobei auch Dr. Burkart auf den Ursprung der Mariendarstellungen (Göttin Diana) einging. Am Hirschhornbrunnen vorbei über den Mandelbaumweg kamen wir dann nach Gimmeldingen zum „Gimmeldinger Winzer“. Durch die Vorbereitung im Vorfeld waren der Wirt und Koch in der Lage, in eineinhalb Stunden uns 42 Leute zu bewirten und zu kassieren, was fast einem Wunder gleichkam!

Danach ging es durch die Weinberge im Tal zurück nach Deidesheim in das „Cafe Deidesheim“, wo noch 27 Wanderer sich am exzellenten Kuchen und Kaffee erfreuten. Ein wunderbarer Abschluss, bei welchem Herr Heinrich auf die Verdienste des anwesenden Ehepaars Becker hinwies, das die Wandergruppe ins Leben gerufen hatte. Es war ein runder, abwechslungsreicher, wissensträchtiger und sich lohnender Tag, der alle begeisterte.

 

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Programmbesprechung für 2012 im Hotel Maritim, Mannheim am 24.10. (19.30 Uhr)
33 Mitglieder kamen, um gemeinsam mit dem Vorstand das Programm für das kommende Jahr auf Basis der Vorschläge, die im laufenden Jahr eingingen, zu diskutieren und auszuwählen. Am Ende waren alle überzeugt, dass auch 2012 wieder ein attraktives Programm mit einigen Höhepunkten angeboten werden kann, das wohl auch potentielle neue Mitglieder ansprechen dürfte. Vorgestellt wird das Programm 2012 wie üblich im Rahmen des Neujahrempfangs.

 

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Regie-Oper-Probe „Die Walküre“ im Pfalzbau, Ludwigshafen, Berliner Str. 30, am 14.10. (17.45 Uhr | IK Kultur)
Auch bei dieser Probe wurde der Mittelteil des dritten Aktes vor 51 HARMONIE-Mitgliedern und deren Freunde so wie weiteren Gästen einstudiert, allerdings ohne Orchester, sondern nur Mit Klavierbegleitung. Das Hauptaugenmerk wurde von Herrn Hansgünther Heyme, dem Ring-Regisseur, der uns in seine Arbeit mit der Begrüßung einführte, auf Stellprobe gelegt. Es gab viele Unterbrechungen in den 1 ½ Stunden. Feinheiten wurden sowohl beim Bühnenaufbau sowie bei den Bewegungen und Standorten der Künstler festgelegt und geübt. Es war ein hochinteressanter Abend, dem sich eine interessante Diskussion mit Herrn Heyme anschloss.

 

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Orchesterprobe „Die Walküre“ in der Staatsphilharmonie, Ludwigshafen, Heinigstr. 40, am 12.10. (17.45 Uhr | IK Kultur)
Es waren 39 Mitglieder der HARMONIE-Gesellschaft anwesend; zusätzlich kamen Freunde und Mitglieder des Freundeskreises des Pfalzorchesters. Herr Keller begrüßte uns mit einer kleinen Einführung. Danach begrüßte uns Intendant Hansgünter Heyme. Als Musikstück stand auf dem Plan des Orchesters der Mittelteil des dritten Aktes der Walküre. Es war lehrreich zu erleben, wie der Dirigent, Generalmusikdirektor Karl-Heinz Steffens das Orchester und die einzelnen Instrumente nach seinen Wünschen formte und spielen ließ. Das gesamte Orchester war angestrengt und völlig bei der Sache. Wir konnten erleben, wie die einzelnen Instrumente ihr Spiel je nach dem Wunsch des Dirigenten veränderten. Nach fünfviertel Stunden wurde die Probe unterbrochen, denn die Instrumentalisten brauchten dringend eine Erholung. Hier stand Herr Heyme und Herr Steffens zu einer Diskussion und einer Fragestunde bereit. Diese Gelegenheit haben unsere Mitglieder wahrgenommen.

 

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Jazz-Matinée mit der „Blue Note Jazz Company“ im Hotel „Zur Pfalz“, Schriesheim, Römerstr. 2, am 09.10. (10.30 Uhr)
Diese Veranstaltung stand unter dem Motto:


“Große Musiker des Jazz: Von Louis Armstrong zu Duke Ellington ”.


Der große Saal des Hotels „Zur Pfalz“ war mit 107 Besuchern bis auf den letzten  Platz belegt. In seiner kurzen Begrüßungsansprache erwähnte das HARMONIE-Vorstandsmitglied, Günter Mezger, dass die 7-köpfige Band seit Jahrzehnten ein fester kultureller Bestandteil unserer Metropolregion ist und über ein Repertoire von etwa 300 Stücken verfügt. Damit könnte man die Jazz-Band bei etwa 20 Musikstücken pro Konzert und Jahr, weitere 15 Jahre engagieren, ohne dass sich ein Musiktitel wiederholen würde; eine bemerkenswerte Leistung, die mit großem Applaus bedacht wurde.
Die Band wurde 1975 von dem Sänger, Trompeter und Arrangeur Helmut Werron und dem Gitarristen Rolf Schwarz gegründet. Ob beim Speyerer Oldtime Jazz Festival, beim Kultursommer Wachenheim, beim Freundeskreis Dilsberger Burgkonzerte , beim „Morgen-Jazz“ in Edingen oder bei zahlreichen ähnlichen Jazz-Veranstaltungen, auch hier waren die Zuhörer wieder begeistert, einmal von der Musik Louis Armstrongs, Duke Ellingtons und Co., aber besonders auch, wie sie von den Musikern dargeboten wurde. Jeder der 7 Musiker ist ein virtuoser Solist in vollkommener Einheit mit seinem Instrument. Jedem Solo wurde begeistert applaudiert.
Herr Werron, der sich auch intensiv mit dem Arrangieren befasst, ist es stets wichtig, den Zuhörern durch interessante Erläuterungen über einzelne Titel das Verständnis für den alten Jazz näher zu bringen. Dies tut er keineswegs trocken und belehrend, vielmehr wirken seine Kommentare und Anekdoten auf das Publikum höchst vergnüglich.
Gespielt wurden Stücke wie §Mahagony“, Melancholy“, Someday“, „Singin the Blues“, „Blck and Blue“, „In a yelow tone“, That old Feeling“ usw.

So vergingen die 2 ½ Stunden, trotz der 3 Zugaben,  viel zu schnell. Es war eine, auch was die Gastronomie und den Service des Hauses betraf, eine rundum gelungene Veranstaltung. Der 1. Vorsitzende der HARMONIE GESELLSHAFT, Dieter Merckle, deutete bei der Verabschiedung der Besucher an, im kommenden Jahr wieder mit der „Blue Note Jazz Company“ in Schriesheim. Er bedankte sich dabei für die perfekte Organisation von Herrn Günter Mezger.

 

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IK Wandern: Drei-Hüttenwanderung im Pfälzer Wald am 24.09. (11.00 Uhr)
24 HARMONIE-Mitglieder und Freunde trafen sich am Parkplatz der Kaltenbrunner Hütte bei Neustadt. Bei herrlichem Wetter war die Stimmung bestens und alle freuten sich auf die vom Ehepaar Heinrich organisierten Wanderung. Sie war als Ersatz zu Herrn Kempfs Wanderung, der wegen einer Verletzung ausfiel, schnell eingeschoben worden. Es ging langsam und teilweise ansteigend vorwärts. Wir gingen zur Heller Hütte. Dort wurde im Freien zu Mittag gegessen. Weiter ging es durch den wunderbaren, schon langsam herbstlich werdenden Mischwald, führte uns zur Totenkopf-Hütte. Unterwegs zeigte Herr Schunck, der Arme und Beine verwechselte, in einem fast daneben gehenden „Fortbildungskurs“ die Grundregeln des „Nordic Walking“, mit dem Viele ihre Schwierigkeiten haben. Der Kuchen in der Totenkopf-Hütte schmeckte gut, denn er war von den ehrenamtlich tätigen Mitarbeitern der Hütten hausgemacht wie alle Speisen dort. Der Rückweg ging dann durch das Kaltenbrunner Tal hinab zurück zum Parkplatz immer am gluckernden Bächlein entlang Alle waren begeistert und in der  allgemeinen Meinungsäußerung kam schon die Vorfreude auf die nächste Wanderung zum Ausdruck. Wenn die Wanderungen so organisiert werden, sind immer alle hoch zufrieden und angetan.

 

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„Die Salier – Macht im Wandel“ – Vortrag von Frau Sabine Kaufmann M.A., Sammlungsleiterin Domschatz und Mittelalter, Historisches Museum der Pfalz, Speyer, im Hotel Maritim, Mannheim, am 19.09. (19.30 Uhr)
Es trafen sich 65 Mitglieder und Freunde der HARMONIE sowie zahlreiche auf die MM-Veröffentlichung hin erschienenen Interessenten im Maritim. Frau Kaufmann, die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums und Kuratorin der Ausstellung, gab einen kurzen Überblick über das Herrscherhaus der Salier, ging insbesondere auf die ersten Salierkaiser Konrad II (1024 – 1039) und Heinrich III (1039 – 1056) ein, streifte den Canossa-Kaiser Heinrich IV (1056 -1106) und erwähnte ebenso kurz Heinrich V (1106 – 1125). Da wir alle die Führungen im Historischen Museum der Pfalz mit den wunderbaren Exponaten und Erläuterungen mitgemacht hatten, wussten wir hierüber bestens Bescheid. Auf Wunsch ging sie dann auf die Ausstellungsarbeit und Vorbereitungen dazu besonders ein. Wir hörten vieles über die Mühen der Vorbereitungszeit, die über zwei Jahre dauerte, die wissenschaftliche Fundierung und Vorbereitung durch die Heidelberger Professoren Stefan Weinfurther und Bernd Schneidmüller, die Auswahlkriterien der 420 Exponate, die Ausleih- Schwierigkeiten, die versicherungstechnischen Fragen, die Beleuchtungsschwierigkeiten, den Transport, die Aufstellungsmühen und Kriterien bis zur Eröffnung der Ausstellung .So konnten wir einmal hinter die Kulissen der Museumsarbeit schauen. Insbesondere dies war der interessanteste Teil für uns. Der Anlass für die Ausstellung waren drei Gedenktage: 1) die 950 jährige Weihe des Domes, 2) die 900 jährige Krönung Kaiser Heinrich V, 3) die sich ebenfalls jährende Verleihung der ersten Privilegien an Speyer durch Heinrich V, die dann zur freien Reichsstadt führten. Es war eine Zeit des Umbruchs im ganzen damaligen Deutschen Reich, die sich vor allem im Herrscherhaus der Salier widerspiegelte und die Machtverhältnisse zwischen Kaiser und Papst völlig veränderten aber auch die Fürsten und Bürger betraf, die sich genau so emanzipierten. Die anschließende Diskussion war wie immer lebendig.

 

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Besuch der Gesellschaft Harmonie Bayreuth in Mannheim und Umgebung am 16.-18.09.
Die Gesellschaft HARMONIE  Bayreuth unter der Leitung ihres Vorsitzenden Herrn Heinrich Dumproff unternahm dieses Jahr eine Reise nach Mannheim und Umgebung. Einige Vorstands- Mitglieder unserer Gesellschaft haben sie hier in Mannheim empfangen und betreut. Sie wohnten im Maritim-Hotel am Friedrichsplatz. Eine Führung durch das Schloss, die Jesuitenkirche stand zunächst auf dem Programm. Danach haben wir sie mit einer kleinen Stadtführung durch Mannheim zu für sie interessanten Punkten geführt. Leider musste diese abgebrochen werden, da es stark regnete. Abends hatten wir ein gemeinsames Abendessen in „Henningers Gutschänke“. Am 17.9. morgens war eine Führung durch die Ausstellung „Die Salier – Macht im Wandel“ im Historischen Museum der Pfalz in Speyer vorgesehen, die sehr starken Eindruck hinterließ, da der Führer, Herr Trautmann es fertig brachte, einen herrlichen historischen Bogen durch die Zeit des ersten deutschen Kaiserhauses zu schlagen und dabei wichtige Einzelheiten verständlich auf den Punkt brachte. Ein Essen im „Domhof“ folgte. Danach führte Herr Eberhard Heinrich die Gruppe durch Speyer. Mittags besuchten wir gemeinsam die Casino-Gesellschaft Freinsheim, zu der wir eine weitere Verbindung aufbauen wollen. Hier hat sich Eberhard Heinrich große Verdienste erworben. Die Casino-Gesellschaft Freinsheim ist 1824 gegründet worden, war bis 1875 im CASINO-Turm angesiedelt, den sie 1875 verließ, da er zu eng wurde. Sie hat 90 Mitglieder. Der zweite Vorsitzende Herr Fesser, empfing uns und unternahm mit uns einen Mauerrundgang. Die Mauer ist noch völlig intakt mit ihren noch 16 erhaltenen Wehrtürmen. Hier kamen wir am CASINO-Turm vorbei. Im Casino-Turm ist heute das „Theader Freinsheim“, das kleinste der Welt“ untergebracht, das mit 20 Sitzen in der oberen Turmhälfte residiert und spielt. Die Chefin, Frau Kleinhans, empfing uns und sprach als Engel verkleidet einige Gedichte zur guten Unterhaltung. Anschließend ging es zu einer Weinprobe mit Abendessen im Weingut Kirchner. Der weitere Verlauf der Fahrt am 18.9. führte die Gesellschaft nach Worms. Wir haben uns in Mannheim sehr gefreut, dass wir, nach dem so herzlichen Empfang in Bayreuth eine Woche vorher, hier etwas von der in Bayreuth empfangenen Freude zurückgeben konnten.

 

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Treffen von Vorstandsmitgliedern mit ihren Partnern von 7 Casino- beziehungsweise Harmonie-Gesellschaften in Bayreuth am 10. und 11.09.
Die Bayreuther HARMONIE-Gesellschaft hatte zum obigen Datum ein Treffen von sieben unserer Gesellschaften organisiert: Bamberg, Bayreuth, Leipzig, Mannheim, Saarbrücken, Schweinfurt, Völklingen.
Das Programm war ausgefeilt und wunderbar organisiert. Alle waren wirklich begeistert.
Es begann mit der Begrüßung durch den Vorsitzenden Herrn Dumproff vor dem Rathaus, wo uns auch der Bürgermeister Ebersberger begrüßte. Bei einem Rundgang ging es zum HARMONIE-Platz, wo am ehemaligen HARMONIE-Gebäude von Bayreuth eine Gedenktafel enthüllt wurde, welche an die Geschichte der HARMONIE in Bayreuth erinnerte. Vor dieser Tafel folgte ein Fototermin aller Vorsitzenden, leider ohne den noch nicht anwesenden Bamberger Herrn Düsel. Danach wurden wir durch Bayreuth auf den Spuren der Markgrafen geführt über das markgräfliche Rokokotheater, das alte Schloss, das neue Schloss und über viele bedeutende Stellen und Plätze der ehemaligen markgräflichen Residenzstadt. Dann folgte das Mittagessen im Restaurant „Wolffenzacher“. Wir besichtigten danach das Neue Schloss. Am späten Nachmittag ging die Fahrt zur Eremitage, wo wir das dortige renovierte Schloss mit den Wasserspielen und Grotten von dem Führer Herrn Kaiser bezeigt bekamen. Danach wurde ein kurzer Umtrunk vor der Orangerie mit Sektempfang geboten. In der Orangerie wartete dann das Abendessen in festlichem Rahmen auf uns. Hier stellten die Vorsitzenden der anwesenden HARMONI- und CASINO- Gesellschaften ihre Ortsvereine vor. Wir erfuhren Vieles aus den einzelnen Städten.
Herr Heinrich Dumproff aus Bayreuth begrüßte uns noch einmal.
Herr Bernhard Wiedemann aus Leipzig erzählte uns, dass die dortige HARMONIE bereits 1776 gegründet worden war und dass sie 1994 reaktiviert wurde. Man hat bei 95 Mitgliedern überlegt aber eine Aufstockung dieser Zahl.
Herr Lothar Arnold aus Saarbrücken, der Vorsitzende der Casino-Gesellschaft konnte sich auf das Jahr 1796 als Gründungsjahr berufen.
Herr Kurt Harrer aus Völklingen von der dortigen Casino Gesellschaft nannte das Jahr 1869 als Gründungsjahr. Die Gesellschaft wurde 1950 reaktiviert. Er nannte 112 Herren als Mitgliederzahl, wobei von Familien nur diese gezählt werden.
Herr Kurt Düsel aus Bamberg berichtete vom Gründungsjahr 1791 und erwähnte 470 Mitglieder.
Herr Georg Kreiner aus Schweinfurt nannte die Zahl von 400 Herren, wobei die Frauen nicht mitgezählt werden.
Herr Dieter Merckle aus Mannheim nannte 330 Mitglieder der Gesellschaft. Er berichtete, dass die Attraktivität der HARMONIE in Mannheim auch darin zu suchen sei, dass alle Mitglieder selbst aktiv an der Gestaltung des Programms mitwirken können.
Am Sonntag fuhren wir früh ins Festspielhaus und bekamen hier eine Führung durch den Zuschauerraum, den Graben, die Bühne und wurden mit der Technik vertraut gemacht, was bei vielen die bereits bei einer Aufführung dabei waren, einen tiefen Eindruck hinterließ und zum Verständnis vor allem der Akustik und der Architektur des Hauses, das von Richard Wagner selbst geplant war, hervorragend beitrug. Anschließend wurden wir durch das Brauerei-Museum der Firma Maisel geführt, wo wir einige Geheimnisse des Bierbrauens erfuhren. Nach dem Mittagessen in dem schönen König Ludwig Saal der Sudpfanne fuhr jeder wieder voll neuer Eindrücke in seine eigene Stadt zurück.

Wir danken den Organisatoren aus Bayreuth, an der Spitze dem Ehepaar Dumproff herzlich für dieses außergewöhnliche Ereignis.

 

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„Ernst Bloch – ein Sohn dieser Stadt“ – Vortrag von Herrn Dr. Lalli, davor Führung im Ernst-Bloch-Museum, Ludwigshafen, Walzmühlstr.63, am 05.09. (18.30 Uhr) (IK Kultur)
Es kamen 35 Mitglieder und Freunde der HARMONIE zur obigen Veranstaltung. Frau Schaaf, MA führte uns kompetent durch das Zentrum und vermittelte uns im Angesicht des restaurierten und versenkten Arbeitszimmers Blochs Arbeitsweise. Anschließend hielt Herr Dr. Roberto Lalli als Experte für internationale Politik und Globalisierung einen Vortrag über Blochs Philosophie an Hand seines größten Werkes: „Das Prinzip Hoffnung“. Ernst Bloch (*8.7.1885 Ludwigshafen, + 4.8.1977 Tübingen) ist als marxistischer Philosoph ein Denker der konkreten Utopien“, der Tagträume und des Prinzips Hoffnung. Er war Atheist (wobei er das „ei“ des Wortes als ei aussprach) und nicht, trotz seiner jüdischen Geburt, diesem Glauben anhängend. Nach seiner Meinung hinterlasse der Atheismus eine Leere, wenn die Religion entfernt wird. Heute wirkt Bloch vor allem im theologisch christlichen Bereich weiter. Die heutigen Philosophen beziehen sich nicht auf ihn. Im Zentrum seines Denkens steht der über sich hinaus denkende Mensch. Auf diese Weise kam er zu seinen sozialen, ökonomischen und religiösen Utopien, wobei er in der bildenden Kunst, der Musik und seinen Tagträumen den „Überschuss“ seines Bewusstseins findet, das nicht nur das Produkt seines Seins ist. Bloch war von der Sowjetunion begeistert und verteidigte die Massenhinrichtungen unter Stalin als notwendig. Hierdurch kam es zum Bruch mit einigen seiner Zeitgenossen (u.a. Adorno). Bloch war der Meinung, nur durch Revolutionen käme die Menschheit weiter. Der Kapitalismus damaliger und heutiger Prägung führe immer zum Krieg und dadurch würden die in Friedenszeiten gewonnenen Errungenschaften wieder zerstört und ein neuer Anfang gemacht. Insgesamt führe dies aber zu einem Fortschritt der Menschheit.

Die anschließende Diskussion war, wie bei der HARMONIE immer, sehr intensiv und anhaltend.

 

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Einführung in die Walküre mit Herrn Vardigans am Flügel im „Klangreich“, Ludwigshafen, Bürgermeister-Grünzweig-Str. 4, am 29.08. (19.30 Uhr)
68 Freunde der HARMONIE und Gäste, auch aus dem Umfeld der Staatsphilharmonie, fanden sich ein, um Herrn Richard Vardigans zu lauschen, der im Klangreich in der Bürgermeister-Grünzweig Str. 4 in Ludwigshafen in Richard Wagners „Walküre“ einführte. Seine fantastische Klaviervirtuosität untermalte er mit seinen, dem englischen Humor entliehenen wortreichen Erklärungen, welche das Publikum zu Lachstürmen hinrissen. Wer bisher die Oper nicht kannte und mit Wagner nichts anzufangen wusste, wurde bekehrt und eines Besseren belehrt, denn Herr Vardigans brachte die Oper auf den aktuellen Stand des uns alltäglich begegnenden Geschehens um uns herum. Der lang anhaltende Beifall sprach für sich. Hungrige Seelen konnten sich an einem kleinen Imbiss erfreuen, dem viele zusprachen.

 

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IK Wandern: Wanderung  Nothweiler-Petit Fleckenstein-Ruine Loewenstein-Ruine Hohenburg-Ruine Wegelnburg-Nothweiler am 27.08. (11.00 UHR)
Die etwas lange Anfahrt von 86km hat sicherlich viele Wanderer, die sonst aktiv sind, abgeschreckt, denn wir waren nur 14 Mitglieder, die aber voll entschädigt wurden. Vom Parkplatz in 282 m Höhe führte uns Herr Dieter Lang über Hügel und Senken ins nahe gelegene französische Elsaß, wo wir direkt hinter der offenen Grenze von einer französischen Großfamilie herzlich begrüßt wurden als wir das obligatorische Gruppenfoto schießen wollten: „Voulez vous que je fasse une photo?“ Das nahmen wir gerne dankend an. Über den Col du Litschhof erreichten wir den Gimpelhof und bewunderten die Ruine Fleckenstein vom deren Fuß aus. Herr Lang versorgte uns immer wieder mit den historischen Daten der einzelnen Burgen. Über den interessanten Köhlerpfad, wo wir an Schautafeln dem Leben der Köhler folgen konnten, erreichten wir das Bistro Petit Fleckenstein. Hier wurde eine Mittagsrast eingelegt. Die Ruine Loewenstein war der erste und einsame Höhepunkt der Wanderung, denn auf deren Spitze hatten wir einen umwerfenden und schauderhaft schönen Blick in die Ferne über die faszinierende Hügelkette der südlichen Haardt und den nördlichen Vogesen. Danach ging es zur Ruine Hohenburg, den Maidenbrunnen und zur Ruine Wegelnburg in 572 m Höhe. Immer wieder kamen kleinere Regenschauer auf uns herab, aber in entscheidenden Augenblicken konnten wir die herrliche Fernsicht mit fliegenden Nebelschwaden über den Hügeln und Tälern genießen. Von hier aus ging es zurück und bergab nach Nothweiler, wo der Rest der Gruppe, ein Teil hat sich verabschiedet, noch eine Einkehr mit Kaffe und Kuchen genießen konnte. Es war ein wunderbarer Tag und wir danken herzlichst dem Ehepaar Lang für dieses intensive Gemeinschaftserlebnis.

 

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„Zu den Wurzeln der Staufer“ – Bus-Tagesausflug nach Lorch (Kloster) und Wäscherschloss am 06.08. (7.00 Uhr ZOB LU bzw. 7.30 Uhr ZOB MA)
Pünktlich  setzte sich der mit 54 Personen (mit über 60 Anmeldungen überbucht!) vollbesetzte Bus mit dem ruhigen und besonnenen Fahrer in Bewegung. Drückend und schwül war das Wetter, aber die Stimmung im Bus, der klimatisiert war, ließ nichts zu wünschen übrig, denn Herr Pott unterhielt uns mit seinem historischen Wissen kurzweilig und brachte uns erneut die Staufer-Geschichte nahe. Nach Ankunft im Kloster wurde den Mitgliedern auf Wunsch ein Weißwurstfrühstück gereicht. Danach begannen die Führungen durch das Kloster mit den kompetenten Führern, Frau Claudia Niehues und Johannes Schmiedt. Das Stauferrundbild von Hans Kloss ließ die Geschichte noch lebendiger werden, denn die Figuren mit ihrer teils tragischen Geschichte standen hier leibhaftig vor uns. Der Dauerstreit der Staufer mit dem Papsttum lag wie eine Zwangsjacke über diesem Herrschergeschlecht und damit über dem Deutschen Reich, dessen letzter Spross auf dem Richtblock endete während andere als Säuglinge schon eingekerkert wurden und starben. Das Papsttum hat sich hier keine Ehren erworben. Nach dem Mittagessen wurden wir von den Herren Johanes Schmiedt und Manfred Schramm durch die doch sehr provinzielle Stadt Lorch geführt, die von den neuzeitlichen Heroen der Feder Schiller und Mörike lebt. Eine Kaffeestunde beendete die Stadtführung. Auf der Rückfahrt konnten sich die erschlafften HARMONIE-Mitglieder und Gäste schlafend erholen. Wir danken den Organisatoren, Dieter Merckle und Heinrich.

 

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IK Wandern: Südhessische Bergstraße: Bensheim – Weinlagenwanderung –Heppenheim, am 30.07. (11.03)
An diesem, vom Wetter nicht verwöhnten Tag, der aber trocken blieb, trafen sich 37 Personen in Bensheim am Bahnhof. Familie Dr. Kranz hatte die Familie des Sohnes mit sechs Personen mitgebracht, darunter vier wunderbare Kinder (6-,2x10, 14 Jahre), die an der Wanderung begeistert teilnahmen vor allem, da der Wander-Gast, Herr Fendrich mit seinem kleinen, vier Handteller großen Hund die Kinder hinter sich her zog, als sei er der Leitwolf. Die Altstadt von Bensheim, völlig renoviert und herausgeputzt, war mit ihren Fachwerkhäusern und dem Dom die erste Attraktion. Wir konnten uns daran nicht satt sehen. Der nächste Höhepunkt war das „Kirchberghäuschen“ mit seiner Terrasse und der fantastischen Aussicht über die Rheinebene bis zu den Pfälzer Bergen, in deren Anblick wir zu Mittag aßen. Über die Eremitage erreichten wir nachmittags das Fürstenlager, wo die einen Kaffee tranken und die anderen sich an den drei osteuropäisch beeinflussten Hochzeiten satt sehen konnten, die dort ihren Empfang gaben und sich fotografieren ließen. Die dortigen aktuellen Ausstellungen waren sehenswert. Der Rückweg nach Bensheim gestaltete sich kurzweilig, da die vielen Eindrücke und die herrliche Landschaft Diskussionsstoff lieferten. Am Endpunkt der kilometermäßig nicht sehr langen Wanderung, die jeder bestens meisterte, wartete ein Abschlussumtrunk im altehrwürdigen „Waldendorffer Hof“ in Bensheim. Hier spaltete sich die Gruppe auf, denn einige Teilnehmer wollten nach den langen Stunden, es war bereits 17 Uhr vorbei, nach Hause fahren. Wir danken herzlich dem Ehepaar Otto für die hervorragende Organisation und Leitung. Selbst den so launischen Wettergott hatten sie auf ihrer Seite.

 

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Klassische und zeitgenössische Werke im Skulpturenpark  - Sonderführung im Orthopädie-Zentrum, Schlierbach, am 24.07. (11.00 Uhr) (IK Kultur)
45 Personen – drei mehr als angemeldet – trafen sich im Gartenpark der Orthopädie Schlierbach. Alle waren gespannt, auf die Erläuterungen unserer Führer Dr. Jochen Kronjäger und Cem Alacam. Herr Dr. Kronjäger ist den meisten Mannheimern durch seine breit gespannte Tätigkeit in der Kunsthalle, im Kunstverein und bei der Betreuung der Nachlässe Mannheimer Künstler bekannt. Herr Alacam wurde durch den Organisator der Führung Herrn Schunck ebenfalls vorgestellt. Unseren Führern gelang es, die nicht jedem sofort zugänglichen Skulpturen und Plastiken im Skulpturenpark nahe zu bringen und sie in unserer Fantasie zum Leben zu erwecken, sodass auch bei nicht direkt kunstbegeisterten Zuhörern ein Gesamtbild der plastischen Arbeiten seit den 60iger Jahren entstehen konnte. Die vielen Zwischenfragen zeigten, dass die Zuhörer aufmerksam mitdachten. Außerdem wurde uns die im Augenblick dort befindliche aktuelle Ausstellung der Arbeiten von Herbert Mehler nahe gebracht, der alle mit seinen großen und doch filigranen, plisseeartigen Arbeiten begeisterte. Leider war das Wetter durch Dauerregen nur wenig angetan, den Aufenthalt im Freien angenehm zu machen, aber die Begeisterung unserer Mitglieder war größer als der eine oder andere penetrante Regentropfen, der sich dem Kragen entlang auf die Haut durch kämpfte. Wir danken Herr Dr. Kronjäger und Herrn Alacam herzlich.

 

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33stes Grillfest in Niederliebersbach mit Boule-Turnier und Trommelkurs (11.00 Uhr)
Zum 33.Mal trafen sich auf der  wunderbaren Niederliebersbacher Waldlichtung 65 Erwachsene und vier Kinder der Mitglieder und Freunde der HARMONIE zum Grillfest. Warm angezogen und teils fröstelnd bewegten sich die Teilnehmer zunächst auf nassem Rasen bis die Sonne ein Einsehen hatte und ihre wärmenden Strahlen auf uns herab schickte. Das Fest wurde dadurch zu einem erinnerungswürdigen Tag, der durch die Grillmeister, die Herren Eberhard Heinrich und Manfred Schoppa zusammen mit den Salat- und Kuchenspenden der Mitglieder ihren Höhepunkt erreichte. Das Spaßboule-Turnier, geleitet von Babara Merckle und Günter Mezger, an dem 32 Personen teilnahmen, sowie der Trommelkurs von Herrn Gero Fei vom Trommelpalast Mannheim fanden soviel Anklang und verbreiteten Freude bei den Teilnehmern, dass kein Wunsch offen blieb. Die Sieger des Boule-Turniers, !) Dieter Merckle, 2) Manfred Eifer 3) die punktgleichen Sigrid Gutwein-Meyer und Jochen Büttner durften aus dem Wanderpokal den ersten Schluck Sekt trinken. Wir danken dem Ehepaar Roth von der „Frischen Quelle“ – deren Örtlichkeit wie immer wunderbar hergerichtet war - den Organisatoren des Grillfestes, besonders der im Hintergrund arbeitenden Frau Elisabeth Heinrich, den Grillmeistern, den Spielleitern und natürlich allen Teilnehmern, die soviel gute Laune mitbrachten.

 

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IK Wandern: Odenwaldwanderung: Weinheim – Schlosspark – Exotenwald – Gorxheimertal am 25.06. (11.00 Uhr)
Leider war das Wetter nicht für eine Wanderung vollkommen, aber trotzdem fanden sich 22  Mitglieder der HARMONIE zusammen und gingen unter Führung von Herrn Helmut Becker vom Schlosspark aus durch den Exotenwald. Vor dem Mausoleum der Familie von Berckheim kam es zum ersten Halt, denn viele wollten die Familie der Grafen kennen lernen. Der bequeme Weg ging weiter zum Gorxheimer Tal, wo wir uns im Gasthaus „Zum Gorxheimer Tal“ mittäglich stärken konnten. Der Rückweg wurde wieder mit interessanten und kurzweiligen Gesprächen verkürzt. An der Kneipp-Anlage sprach Dr. Schunck über die Vorteile der Kneippkur und stellte kurz das Leben von Pfarrer Kneipp dar. Auf dem erneuten Weg durch den Schlosspark, bekamen wir noch ein Konzert einer japanischen Bläsergruppe zu hören, die für ihre Heimat Spenden sammeln wollte. Zum Abschluss gingen wir zum Marktplatz und kehrten im „Café am Markt“ zu einem Umtrunk ein. Der Nieselregen störte unseren Ausflug in die herrliche Umgebung nicht im Geringsten. Wir danken Herrn Becker und seiner Frau.

 

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„Klassisch-romantische Werke für Bläserquintett“ – Konzert auf der Burg Trifels (IK Kultur) am 18.06. (20.00 Uhr)
Der Trifels ist immer eine Reise wert: Die neuzeitlich- mittelalterliche Burganlage mit ihrer Geschichte, den Reichsinsignien, der herrlichen Aussicht. Allein das reicht, um einen schönen Tag zu haben. Leider regnete es etwas bei kalt-windiger Witterung. Aber das tat der Freude der 71 Gäste und HARMONIE - Mitglieder keinen Abbruch. Wir danken Herrn Kempf für die ganze Organisation und seine Bemühungen um die Karten. Nach einer kurzen Stärkung mit Getränken etc. und Gesprächen wurde die Bläserserenade durch das Ensemble Pentailliance geboten. Es spielten Hanna Mangold Flöte, Suzanne Bastian Oboe, Nicola Hartwig Klarinette, Francois Bastian Horn und Sebastian Mangold Fagott. Sie brachten Stücke von W.A. Mozart, Darius Milhaud und Antonin Dvorák. Die Zuhörer im ausverkauften Kaisersaal waren sehr angetan, denn das junge Ensemble (zwischen 24 und 26 Jahre alt) spielte mit einer hingebungsvollen Begeisterung und mit solistisch herausragender Könnerschaft, die alle mitriss. Die lange Anfahrt hatte sich gelohnt.

 

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„Die Salier – Macht im Wandel“ – Sonderführung im Historischen Museum der Pfalz, Speyer, Domplatz, am 29.05. (09.30Uhr)
Am sonnigen Sonntag trafen sich 75 Mitglieder und deren Freunde, um die hochinteressante und äußerst gelungene Ausstellung zu besuchen
Ab 09.45 Uhr wurden wir in 3 Gruppen, zeitlich versetzt um jeweils 15 min, durch die Schau geführt, wobei sich die Übermittlung der Erläuterungen unserer Führer über Audiophon als sehr angenehm erwies.
In allen 3 Gruppen wurden sowohl die hervorragenden Kenntnisse als auch deren Übermittlung unserer  3 Führer sehr gelobt. Im Einzelnen waren dies Herr Dirk Methner, Frau Korn und Frau Externbrink-Becker.
Nach der Führung hatten wir noch ausreichend Gelegenheit die Ausstellungsobjekte im Einzelnen zu betrachten. Dabei war unter anderem der Film über die Bauetappen des Speyerer Domes vom Baubeginn 1036 n. Chr. bis in die heutige Zeit in Form von einer Videoimagination sehr informativ.
Zum Ausklang dieser Veranstaltung fanden sich etwa 40 Mitglieder unserer Gesellschaft im Domhof-Restaurant  zum Mittagessen ein.

Ausblick auf weitere Veranstaltungen im „Salier – Jahr:

Am Montag, den 19. September 2011 haben wir um 19.30 Uhr im Maritim – Hotel in Mannheim die Gelegenheit, von der Kuratorin der Salier – Ausstellung, Frau Sabine Kaufmann, einen abschließenden Vortrag  über das gesamte Ausstellungsprojekt zu hören.

 

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IK Wandern: DÜW: Lindemannsruhe – Höningen – Forsthaus Lindemannsruhe
Unter der Führung von Herrn Dimpfel machten sich um 11 Uhr, siebzehn froh gestimmte Wanderer auf den Weg. Das Ehepaar Lang hatte sogar mit dem Fahrrad, von Maxdorf kommend, die Steigung zur Lindemannsruhe erklommen.
Als Wegmarkierung bekamen wir das Zeichen „weiß-blau“ genannt. Unterwegs ging uns diese Markierung zwar verloren, aber wir kamen nach ca. 1 Std. 40 Min. gut gelaunt, hungrig und durstig in Höningen im Gasthaus „Zum Jagdschloss“ an.
Als die bestellten Speisen serviert wurden, hatte man den Eindruck, dass Riesen gefüttert werden sollen. Denn z.B. die Leberknödel hatten Ausmaße von nie gesehener Größe.
Das hielt uns aber nicht davon ab um 15 Uhr aufzubrechen um wieder nach unserem Startpunkt Lindemannsruhe zurück zu wandern. Einem langen Aufstieg, der aber von jedem gemeistert wurde, schloss sich noch eine wunderbare Strecke an. Wir waren ca. 13 km gewandert.
Eine Kaffee- und Kucheneinkehr im Forsthaus Lindemannsruhe beschloss einen harmonischen Wandertag. Wir danken dem Ehepaar Dimpfel herzlich für die Organisation der schönen Wanderung.

 

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„Auf den Spuren Heinrich IV.“ – Kulturreise nach Norditalien u.a. Canossa – wo sich Papst un König trafen –vom 15.05. – 21.05.
Nachdem die 43 Teilnehmer (ausgebucht) zuhause per Taxi abgeholt waren, konnte die Reise ab ZOB Mannheim pünktlich um 06.45 Uhr unter der bewährten und wiederum hervorragendenden Leitung von unserem Mitglied, Herrn Herbert Pott, beginnen. Den Ablauf und die Eindrücke hat Frau Karin Runte in wiederum in einem beeindruckenden Bericht niedergeschrieben:
                   
„Für Heinrich IV. ist dieser Bußgang mit unvorstellbaren Gefahren verbunden. Eindrucksvoll berichtet der Chronist Lampert von Hersfeld von der abenteuerlichen Alpenüberquerung König Heinrichs IV. und seines Gefolges, die ihn vor die Tore der Burg von Canossa im Apennin führte, wo Papst Gregor VII. bei der Markgräfin Mathilde von Tuszien vor dem herannahenden König Zuflucht gesucht hatte. Heinrich IV. trat die beschwerliche und äußerst gefahrvolle Reise an, um in Canossa die Lösung vom päpstlichen Bannspruch zu erwirken und so seine Herrschaft zu retten.
Der Winter 1076/77 war besonders streng; der Rhein von November bis April fest zugefroren und deshalb für Fußgänger passierbar. Die Alpengipfel versanken in Eis und Schnee, nur einheimische Führer konnten den Weg weisen. „Als sie unter deren Führung mit größter Schwierigkeit auf die Scheitelhöhe des Mont Centis – den wir auf der Rückfahrt sehen – vorgedrungen waren, gab es keine Möglichkeit weiterzukommen. Der schroffe Abhang des Berges war durch die eisige Kälte so glatt geworden, dass ein Abstieg hier völlig unmöglich schien. Da versuchten die Männer, alle Gefahren durch ihre Körperkraft zu überwinden: Sie krochen bald auf Händen und Füßen vorwärts, bald stützten sie sich auf die Schultern ihrer Führer, manchmal auch, wenn ihr Fuß auf dem glatten Boden ausglitt, fielen sie hin und rutschten ein ganzes Stück hinunter. Schließlich gelangten sie unter großer Lebensgefahr in die Ebene. Die Königin und die anderen Frauen ihres Gefolges setzte man auf Rinderhäute, und die dem Zug vorausgehenden Führer zogen sie darauf hinab. Die Pferde ließen sie teils mit Hilfe gewisser Vorrichtungen hinunter, teils schleiften sie sie mit zusammengebundenen Beinen hinab. Von diesen krepierten viele beim Hinunterschleifen, weitere wurden schwer verletzt, und nur ganz wenige konnten heil und unverletzt der Gefahr entrinnen“, berichtete der Benediktinermönch von seiner hessischen Schreibstube aus.

Sonntag, 15.05.11

Wir haben das große Glück, morgens um 6.00 Uhr von zu Hause abgeholt zu werden, in einen modernen Reisebus steigen zu können und so bequem gen Süden zu fahren. In der Nähe von Freiburg halten wir auf einem Rastplatz und werden mit einem Palatina-Frühstück verwöhnt. Auch der Sekt fehlt nicht, so dass wir beschwingt unseren Weg nach Canossa antreten können. Welch ein Unterschied zu dem Bußgang von Heinrich IV. !
Weiter fahren wir über den Gotthard-Pass und können immer wieder einen Blick auf die alte Gotthard-Straße werfen. Das Wetter ist herrlich, die Sicht  fantastisch.
Am späten Nachmittag erreichen wir Reggio Emilia und beziehen im Hotel Posta – das sich im Palazzo del Capitano del Popolo befindet – unsere Zimmer.
Unser Abendessen nehmen wir in eindrucksvoller Umgebung ein, genauer gesagt in dem Ratssaal, der aus dem 14. Jh. stammt.

Montag, 15.05.11

Wir beginnen den Tag mit einem fürstlichen Frühstück. Es gibt frisches Obst, selbst gebackenen Kuchen, Wurst, Käse und und …; eigentlich alles, was das Herz begehrt. So gestärkt starten wir jeden Morgen mit unserem vielseitigen Programm.

Heute morgen fahren wir nach Carpi. Zunächst besichtigen wir die Kirche San Nicolò. Die Fassade aus Cotto ist mit einem Bogengang verbunden, der zum angrenzenden Franziskanerkloster führt. Unglaublich beeindruckend ist die Piazza dei Martiri, einer der größten Plätze Italiens, der 60 x 240 m misst. Dabei hat Carpi nur 70.000 Einwohner. Angelegt wurde dieser Platz unter der Herrschaft der Familie Pio, die den Ort Anfang des 14. Jh. als Reichslehen erhalten hatte. Im 16. Jh. ging die Stadt an die Familie der Este über. Eine endlos scheinende Arkadenreihe nimmt fast die Platzlänge ein. Diese Arkaden stammen aus dem Mittelalter, damit Waren und Fußgänger geschützt waren. Ich werde an unsere Stadtführung durch Münster erinnert. Uns wurde damals lebhaft geschildert, was die Bürger damals morgens alles aus dem Fenster schütteten, nämlich die gesammelten Werke der Nacht. Manch einer, der sich mitten auf der Straße befand, stand dann im wahrsten Sinne des Wortes wie ein begossener Pudel da.
An der Längsfront der Piazza dei Martiri steht der Palazzo di Pio, ein Renaissancebau, an dem aber noch sehr gut die mittelalterlichen Bauabschnitte zu erkennen sind. Das Palastmuseum ist beeindruckend, besonders die Fresken in den Sälen, die von den Hofmalern des Fürsten Alberto Pio III., Bernardo Loschi und Giovani del Sega, erschaffen wurden.
Imposant ist der Dom, die Cattedrale Santa Maria Assunta. Er wurde im Renaissancestil begonnen; aber erst Ende des 18. Jh. fertig gestellt. Die als Kleinod Carpis bekannte Pfarrkirche S. Maria in Castello, auch La Sagrada genannt, ließ Anfang des 16. Jh. Alberto Pio III. um 19 m kürzen, um seinem festungsartigen Palast mehr Freiraum zu geben. Trotz dieser Verstümmelung hat die Kirche schöne Steinmetzarbeiten und zarte Freskenreste aus Romanik und Gotik zu bieten. Der Campanile von 1221 blieb so, wie er gebaut wurde und dient noch heute der Kathedrale (!) als Glockenturm.
Gegenüber dem Palazzo di Pio befindet sich das neoklassizistische Stadttheater. Es ist innen liebevoll ausgestattet und verfügt über sehr viele kleine Logen, die man für das ganze Jahr kaufen kann. Ein bisschen erinnert es an das Rokokotheater in Schwetzingen. Gerne würden wir hier eine Oper sehen.
Wir haben herrliches Wetter und da kommen die Farben wie das knallige Orange, das Weiß und Rosa ganz besonders zur Geltung.

Carpi ist auch bekannt für seine Modeindustrie; hier werden 20.000 Leute beschäftigt. Die Damen sind durchweg schick gekleidet. Uns allen sind – glaube ich – die hellblauen Strümpfe von Cristina, unserer heutigen Stadtführerin, aufgefallen.

Am Nachmittag geht es zurück nach Reggio Emilia. Wir besichtigen zunächst den Dom, ursprünglich eine romanische Basilika; die aber im Laufe der Zeit verschiedene Änderungen erfahren hat. Aus der Entstehungszeit stammt die Altarplatte mit der Darstellung Jesu in der Mandorla und den Symbolen der vier Evangelisten im Chor. Die Lieblingskirche der Reggianer ist aber die des Stadtpatrons San Prospero. Vor der Kirche stehen sechs Löwen, von denen vier als Säulenbasis der Portale des mittelalterlichen Vorgängerbaus dienten. Die meisten Bilder, mit denen diese Kirche ausgestattet war, hat der Herzog von Módena im 18. Jh. nach Dresden verkauft, um seine Feldzüge zu finanzieren. Das schönste davon war das im 16. Jh. von Correggio geschaffene Altargemälde „Die heilige Nacht“. Heute hängt hier nicht einmal eine Kopie des Werkes.
Reggio ist auch historisch von großer Bedeutung für Italien. Hier entstand in Nachahmung der französischen Trikolore die spätere italienische Flagge.

Das Abendessen nehmen wir heute in einer Pizzeria in der Nähe unseres Hotels ein. Der flotte Service ist beeindruckend, ebenso auch die Wagenräder von Pizzen, die uns vorgesetzt werden. Nach solch einem guten und reichlichen Essen schmeckt der Noccini besonders gut.

Dienstag, 17.05.11

Heute morgen stehen wir früh auf, um eine Parmesankäserei zu besichtigen.
Wir wundern uns, keine Kühe auf der Weide zu sehen. Das liegt daran, dass es zu wenige Weideflächen gibt; die Kühe werden deshalb in „artgerechten, modernen Ställen“ gehalten. Großer Wert wird auf das Viehfutter gelegt, so werden z.B. keine Futtermittel tierischen Ursprungs sowie Nebenprodukte der Lebensmittelindustrie verwendet.
Erstaunlich ist, dass wir ohne Kopfbedeckung und entsprechendes Schuhwerk (der Fußboden ist feucht, daher auch rutschig) den Betrieb besuchen dürfen. Nur die Mitarbeiterin des Konsortiums, die uns durch die Käserei führt, setzt sich eine weiße Haube auf.
Bei dem Herstellungsprozess bemerken wir, dass der Käser die Konsistenz immer wieder mit den Fingern prüft. Hier ist also nach wie vor der Mensch gefordert, eine Maschine oder auch der Gebrauch von Latex-Handschuhen kann den genauen Grad nicht „erfühlen“. Das erfordert ein gewisses Know-how, das man sicher nur in jahrelanger Praxis erlernen kann.
Zum Schluss erfahren wir noch, dass aus der übrig gebliebenen Molke Ricotta-Käse hergestellt wird. Ricotta heißt recooked, wie uns unsere Führerin erklärt. Sie berichtet auch darüber, wie stolz die Käser auf ihre Arbeit und natürlich auf ihr Produkt sind. Sie arbeiten sieben Tage in der Woche (die Kühe geben ja auch an sieben Tagen in der Woche Milch) und haben pro Woche nur ½ Tag frei. 10 Tage Urlaub gibt es im Jahr. Fast kann man diesen Angaben keinen Glauben schenken, aber ich habe noch einmal nachgefragt.
Wir probieren Käse, der ein Jahr alt und einen weiteren, der drei Jahre alt ist. Jungen Parmesankäse gibt es bei uns wohl kaum zu kaufen; er ist nicht so kräftig im Geschmack wie der ältere, aber auch sehr lecker.
Es werden Prospekte verteilt, die ausführlich über die Herstellung informieren. Damit wir auch in Deutschland für den Absatz von Parmesankäse sorgen, bekommt jeder eine kleine Broschüre mit diversen Rezepten.

In der Umgebung von Módena werden die italienischen Edelautos produziert: Maserati, Lamborghini, Ferrari. Der alte Ferrari sagte einmal von Módena, dies sei „ein Land der Rebellen, von Leuten, die nicht immer ruhig sind. Blut und Verstand sind hier gut vermischt. Es ist ein hartnäckiger, fähiger und verwegener Menschenschlag, genau der Typ, den man braucht, um Rennwagen zu bauen …“ Auf uns wirken die Leute freundlich und kommunikativ, aber verwegen, na ja, darunter stelle ich mir etwas anderes vor.
Wir besuchen die Markthallen. Hier könnte man längere Zeit verweilen. Es sieht alles so einladend aus und das Obst riecht so intensiv, zum Reinbeißen …
Wir unternehmen einen Bummel durch das historische Stadtzentrum. Es sieht wie immer malerisch aus; die warmen Farbtöne geben dem Stadtbild ein harmonisches Aussehen. Die Piazza Grande beeindruckt durch ein Ensemble romanischer Architektur; sie ist auch der Stolz der Stadt mit ihrem Dom und dem Campanile „Ghirlandina“. Dieses Architekturensemble wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Der Dom weist verschiedene Stilelemente auf – romanisch die Zwerggalerien und Blendarkaden; gotisch das prächtige Radfenster. Einem Säulenwald ähnelt die weite Krypta mit dem Grab des in Módena heiß geliebten San Sigismondo.
Die steinerne Tribüne vor dem Palazzo Comunale, die so genannte Pietra Ringadora, war eine Art Speakers Corner des Mittelalters. Neben seiner Funktion als Rednerpult diente der Steinblock aber auch als Pranger. So wurden säumige Schuldner dazu verurteilt, ihn dreimal mit dem nackten Gesäß zu berühren.
Die Synagoge wirkt von außen ein wenig verstaubt. Módena besitzt keine jüdische Gemeinde mehr.
Im Palazzo Ducale befindet sich die Heeresakademie, die die bedeutendste Italiens ist. Leider sehen wir keine Kadetten; sie sollen Ähnlichkeiten mit Operettenfiguren haben.

Bevor wir ins Hotel zurückfahren, sind wir noch zu einer Weinprobe eingeladen. Es werden drei verschiedene Lambrusci angeboten, dazu gibt es Käse und andere Knabbereien.

Mittwoch, 18.05.11  

Unser heutiges Ziel ist Canossa, das in Blickweite wie ein Adlerhorst auf einem Bergkegel steht. Die Ruine ist sehr reizvoll; der Ginster blüht, der Himmel strahlend blau. Das Museum beherbergt Fundstücke aus Canossa, u.a. ein Taufbecken aus dem 12. Jh. Von der Burg blicken wir auf die typischen Calanchi, das sind ausgewaschene Grate, halb von der Natur, halb vom Menschen verursacht.

Unterhalb der Burg werden wir zu einem Picknick eingeladen, das von Herrn Pott organisiert ist. Er hat herrliche Sachen eingekauft, Parmaschinken, Parmesankäse, Salami, Tomaten und die besonderen Zwiebeln, die wir bereits im letzten Jahr kennen und lieben gelernt hatten. Und dazu weißen Lambrusco. Heinrich IV. hätte uns bestimmt beneidet!

Am Nachmittag besuchen wir Castello di Torrechiara, das an Trutzigkeit kaum noch zu überbieten ist und zudem wundervoll in die Hügel des Apennins über dem wenig Wasser führenden Parma-Fluss eingebettet liegt. 100 m hoch erhebt sich der Fels über die Hügel, darauf thront ein Monument aus Mauern und Türmen und Bastionen, mit Schießscharten und Wehrgängen, die dem wuchtigen Komplex mit seinen drei Mauerringen eine gewisse Leichtigkeit verleihen. Die Burganlage gilt als eines der schönsten Beispiele oberitalienischer Festungsarchitektur.

Am Nachmittag werden wir von Umberto über die Herstellung des echten Aceto Balsamico informiert. In den Hallen riecht es sehr intensiv nach Essig.

Das Abendessen nehmen wir im Landhaus Cavazzone ein, das der Familie unseres Hotelbesitzers gehört. Wir spazieren durch den großen dazugehörigen Park und genießen die Aussicht über die Poebene. Zum Abendessen werden einheimische Gerichte und Lambrusco serviert.

Bevor wir wieder zum Hotel aufbrechen, kaufen wir eine Flasche Aceto Balsamico, der so gut zum Parmesankäse passt.

Donnerstag, 19.05.11

Heute fahren wir in die Heimat von Giuseppe Verdi. Wir besichtigen in Le Róncole sein Geburtshaus, ein altes Backsteingebäude. Herr Pott stimmt uns musikalisch auf den Besuch mit „La Forza del Destino“ ein.
Busseto gilt als Hochburg des Verdi-Kultes. Hier besuchte Verdi das Gymnasium, hier erhielt er seinen ersten Musikunterricht und hier begegnete er seinem Mäzen Antonio Barrezi, dessen Tochter Margherita seine erste Frau werden sollte. Auf der zentralen Piazza Verdi ehrt die Stadt seinen berühmten Sohn mit einer Statue. Im Rocca  dei Pallavicino ist das Teatro Verdi untergebracht, das der Mailänder Scala nachgebaut ist. Es beeindruckt mit roter Seide, rotem Plüsch und vergoldeten Logen, die auf drei Etagen verteilt sind.

Am Nachmittag sind wir in Parma, der heimlichen Musik-Hauptstadt Italiens. Der romanische Dom und der angebaute gotische Campanile bilden zusammen eine eindrucksvoll breite Fassade. Durch das von zwei Säulen tragenden Löwen flankierte Hauptportal betritt man das dreischiffige Innere: eine Emporenbasilika mit erhöhtem Presbyterium über der Krypta, ausladendem Querschiff und Vierungskuppel. Das Kuppelfresko von Correggio überrascht mit einer illusionistischen Darstellung der „Himmelfahrt Mariens“. Das achteckige Baptisterium ist beeindruckend. Über dem hohen Sockel mit den Türen stapeln sich rund um das Oktogon vier tiefe Galerien übereinander, darüber eine Reihe Blendbögen, noch eine kurze Balustrade für das relativ flache Dach und zierliche Türmchen. Es ist über und über mit Fresken versehen.
Zwischen Campanile und Baptisterium blickt man auf die San Giovanni Evangelista, den bedeutendsten und größten Klosterkomplex der Stadt. Drei Kreuzgänge gehören dazu, der mittlere von 1400 ist der schönste. Der Blick in Richtung Kuppel lohnt sich, man blickt auf drei Jahrhunderte: um 1400 entstand der Kreuzgang, um 1500 die Kuppel und Anfang des 17. Jh. der barocke Turm.

Freitag, 20.05.11

Heute fahren wir nach Bologna, der Hauptstadt der Emilia Romagna. Sie trägt den Beinamen „La dotta, la grassa e la rossa“. “Gelehrt” ist sie wegen der ältesten Universität, “fett” wegen des allzu leckeren Essens und “rot” wegen der einheitlichen Ziegelfarbe.
Beeindruckend sind die Portici, angeblich soll es mehr als 40 km dieser Arkaden geben. Nach einer Bestimmung aus dem 13. Jh. muss die Höhe mindestens 2,66 m betragen, damit Ross und Reiter durchreiten können. Die Arkaden sind unterschiedlich gestaltet, da sie von den jeweiligen Hausbesitzern gebaut wurden, d.h. also auch nach deren Geschmack. Die wichtigste Kirche Bolognas ist San Petronia; sie steht an der Piazza Maggiore. Gerne hätten die Bologneser ihrem Heiligen das größte Gotteshaus errichtet, aber die Macht Roms war zu stark und Bologna war nur die „zweite Stadt“ des Kirchenstaates, so wurde es nur eine prächtige Kirche, die den geplanten Dom im wahrsten Sinne des Wortes in den Schatten stellt. Wir können hier eine raffinierte Sonnenuhr bewundern. Im linken Seitenschiff kurz vor der Vierung öffnet sich ein kleines Loch zum Himmel. Wenn die Sonne durchkommt, gleitet ihr stark gebündelter Strahl diagonal durch das Seitenschiff vom ersten Pfeiler, auf den er trifft, zum Boden und darauf nach Westen entlang einer Messingschiene und fällt, je nach Tages- und Jahreszeit z.B. auf Tierkreiszeichen. Interessant ist die surreal anmutende Höllendarstellung in der Cappella Bolognini in San Petronio. Wir werden darauf aufmerksam gemacht, dass auf diesem Bild Mohammed als Teufel dargestellt ist.
In der Chiesa del San Sepolcro sehen wir eine freie Nachbildung des Grabes Christi in Jerusalem.
Interessant die Geschlechtertürme Asinelli und Garisenda; schief sind sie beide. Im Mittelalter soll es an die 500 Geschlechtertürme gegeben haben. Den Torre Asinelli könnte man erklimmen; es sind jedoch etwas mehr als 400 Stufen. Die Aussicht dürfte sicherlich überwältigend sein, aber dann lassen wir es doch.
Im ersten Stock des Palazzo dell’Archiginnasio befindet sich das holzverkleidete Teatro Anatomico, der Vorlesungssaal der Anatomischen Fakultät aus dem 17. Jh., in dem die Medizinstudenten vergangener Jahrhunderte über die Beschaffenheit des menschlichen Körpers unterrichtet wurden – selbstverständlich durfte dies nur in Gegenwart eines Vertreters der Kirche geschehen.

Nach dem Stadtrundgang haben wir Zeit, um auf eigene Faust die Stadt zu erkunden, einen Espresso zu trinken oder vielleicht ein paar Einkäufe zu tätigen.

Den letzten Abend verbringen wir in sehr stilvoller Umgebung. Unser Abendessen findet im Innenhof der Società Del Casino – einem Privatclub – statt. Der Club hat seine Räume in einem von außen sehr bescheiden aussehenden Haus, vergitterte Fenster im Erdgeschoß, aber innen werden wir „erschlagen“ von antiken Möbeln und altehrwürdiger Atmosphäre.
Während des Abendessens können wir ältere Herren beobachten, die mit ihren Fahrrädern in den Hof fahren. Man könnte meinen, es seien die Hausmeister. Wir treffen sie jedoch später bei der Hausbesichtigung wieder, würdevoll an der Bar sitzend.

Samstag, 21.05.11

Um 8 Uhr werden wir heute abgeholt und fahren über die Schweiz zurück nach Mannheim.“ Um 19.00 Uhr erreichten wir den ZOB; von dort ging es schließlich per Taxi nach Hause.

 

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Gedanken zu „Die Walküre“ – Vortrag von Herrn Hans-Günther Heyme, Intendant des Theaters im Pfalzbau, Ludwigshafen, im Hotel Maritim, Mannheim, am 02.05. (19.30 Uhr) (IK Kultur)
Die 46 neugierigen Zuhörer waren auf seine Gedanken gespannt. Herr Heyme stellte sich zuerst mit seinem Werdegang vor um dann auf seine Inszenierung im Pfalzbau einzugehen. Wir erlebten als Opernbesucher die doch große Überraschung, dass ein Regisseur den Komponisten nur isoliert auf das eben zu inszenierende Werk reduziert, ohne dass er vorher auch seine anderen Opern gesehen hat. Begründung: ich will nicht durch andere Inszenierungen vorbelastet sein und ich muss die Handlung der Oper auf die heutige emotionale Ebene bringen, damit der Zuschauer den Zusammenhang mit der Zeit, in der er selbst lebt, spürt und nach erleben kann. Nur dann kann der Zuschauer und Zuhörer den vom Komponisten gemeinten Inhalt verstehen und die Aktualität einer vermeintlich historischen Handlung nachvollziehen. Dazu gehören für Heyme aktuelle Ereignisse auch bei Handlungen aus längst vergangenen Zeiten. Oper muss auch junge Menschen ansprechen, die den Mythos einer Handlung nicht direkt verstehen. Der nicht opernbewanderte Besucher begreift dann die innere Handlung eines Stückes, wenn er seine Zeit und seine bekannte Umgebung auf der Bühne sieht. Als eingängiges Beispiel brachte er unter anderen Aischylos (*525 v. Chr. Eleusis, +456 Gela/Sizilien.), der in seinem Drama „Die Perser“ (Erstaufführung 472 v.Chr.) die Angst der Griechen vor ihrem Untergang beschrieb. Heyme benutzt z.B. um diese Angst dem Zuschauer deutlich zu machen, heute die Untergangsszenarien bei einem Atomgau.
Der fast 1 ½ stündige Vortrag war von einer aufregenden, intensiven Diskussion gefolgt. Die Meinung des Publikums war vor allem konservativ geprägt: man solle „alte“ Opern nicht so verändern, dass sie nicht mehr zu erkennen sind. Es sollten dazu neue Opern geschrieben werden. Herr Heyme hielt dagegen, dass „alte“ Opern eine Aktualität enthalten, die man nur darstellen und heraus heben muss, damit die innere Handlung verstanden und nachempfunden wird. Die „alten Griechen“ sind heute noch Zeit näher als jeder glaubt.

Trotz aller Gegensätzlichkeit, die nicht zu überwinden war, kann man den Abend als vollen Erfolg für alle bezeichnen. Wir danken vor allem Herrn Kempf, der sich immer wieder für Ludwigshafen stark macht.

 

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IK Wandern: SÜW: Gleisweiler – Frankweiler – Ringelberghütte – Kirschbaumhütte - Orensfelsen – Landauer Hütte – Walddusche - Gleisweiler am 30.04. (11.00 Uhr)
Unter der Leitung von Herrn Prof. Burgert trafen sich 27 Harmoniemitglieder und Freunde zur zweiten Wanderung in diesem Jahr. Es waren 12 km zu bewältigen, die aber durch die gute Vorbereitung und Leitung, das sonnige Wetter, den angenehmen Wind, die niedrige Temperatur, die wunderbaren Aussichtspunkte, die vielen Gespräche und die Sehenswürdigkeiten schnell vergingen. Vom Waldparkplatz Gleisweiler aus ging es über Frankweiler, die Ringelberghütte, die Kirschbaumhütte und dem Orensfelsen, mit atemberaubender Sicht auf den Trifels, bis zur Einkehr auf der Landauer Hütte. Hier konnte man sogar im Freien in der Sonne eine Mahlzeit verzehren. Auf dem Rückweg ging es durch das Hainbachtal über die „Walddusche“, einem Kulturdenkmal, das 1849 von Dr. Ludwig Schneider als Kneipp-Kur-Brunnen errichtet wurde, zum „Ritterhof zur Rose“ in Burrweiler, wo sich Frau Burgert mit gebrochenem und operiertem oberem Sprunggelenk im Rollstuhl zu uns gesellte. Auch hier konnten wir im Freien sitzen und den Tag bis zum Ausklang um 18 Uhr verbringen. Wir danken dem Ehepaar Burgert herzlich für die Organisation der schönen Wanderung.

 

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„Slums von Kalkutta“- Vortrag - von Herrn Dr.med. Dipl.Ing. Wolf. D. Tervooren imHotel Maritim, Mannheim, am 11.04. (19.30 Uhr)
Herr Dr.med. Tervooren ist aktives Mitglied des Komitees „Ärzte für die Dritte Welt (German Doctors)“ und berichtete über seinen Einsatz in den Slums von Kalkutta, wo er sechs Wochen neben anderen Einsätzen gearbeitet hatte.
Herr Dr. Tervooren ist Betriebsarzt bei Daimler Benz Mannheim gewesen, macht heute dort noch Betriebsführungen und hat sich den German Doctors zur Verfügung gestellt.
Er ließ zunächst einen Film laufen, der seine Motivation und seine hiesige Umgebung schilderte. Danach zeigte er uns seine Arbeitsbedingungen in Kalkutta, die für medizinische Laien – insbesondere die vielen extremen Krankheitsbilder in Fotos – fast nicht erträglich und nicht nach zu vollziehen waren. Das Leid ist für unsere Augen unerträglich und unfassbar. Die Hygienezustände entsetzlich. Man fragt sich als Europäer, wie Menschen dort überleben können. Überall Unrat, Kot und Abfall bei entsetzlichen Wohnverhältnissen. Verfallende Gebäude ohne Fensterscheiben, wo auch die Ärzte arbeiten. Eine Kanalisation existiert nicht. Bei Regen ist alles überschwemmt. Wasser und Strom sind Mangelware. Baden, Wäsche waschen und Müllentsorgung geschieht meist in aufgestauten Wasserpfützen und abflusslosen Seen. Heizung oft nur mit Kuhmist. Die Arbeitsverhältnisse sind für unsere Augen katastrophal und nur mit minimalen Mitteln möglich. Überall Ungeziefer. Die Kinder sterben oft schon an für uns trivialen Krankheiten, die man bei uns nicht mehr sieht. Die Tuberkulose ist all gegenwärtig.
Seine Darstellung der Arbeitsbedingungen mit Handwerk im Freien, mit Kinderarbeit, den Totenriten mit Verbrennung der Verstorbenen, den Verkehrverhältnissen, dem Kasten- wesen, das leider zu kurz kam und dem totalen Fatalismus der Bevölkerung erschütterten Viele.

Die 58 anwesenden Gäste und Mitglieder kamen dem Aufruf zu einer Spende nach und gaben zur Unterstützung und Hilfe für die German Doctors  € 600,-- (inklusive einem Beitrag der HARMONIE).

 

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Traditioneller Festball mit dem Tanz- und Turnierorchester Manhattan Six und den Stepptanzweltmeistern Penguin Tappers im Musensaal des Rosengarten, Mannheim, am 26.03. (20.00 Uhr)
Der Festball der HARMONIE-GESELLSCHAFT im Musensaal des Rosengartens war auch dieses Jahr ein voller Erfolg. Unser Vorsitzender Dieter Merckle begrüßte die Gäste. Es kamen über 300 Gäste und Mitglieder zusammen. Sie kamen unter anderem von TANZ MIT und vom VAA. Viele Mitglieder brachten auch eigene Freunde mit. Es freute uns sehr, dass auch eine größere Gruppe der HARMONIE SCHWEINFURT an unserem Ball teilnahm. Eine größere Gruppe kam auch von der DEUTSCHEN BANK. Ebenso eine Gruppe vom KIWANIS-CLUB MA-LU unter Anführung ihres derzeitigen Vorsitzenden Herrn Donat. Das Tanzorchester MANHATTAN SIX spielte für uns auf, und erreichte mit rhythmischen aktuellen und älteren Nummern ganz den Geschmack des Publikums. Es war auch möglich, Musikwünsche einzubringen. Die Stepptanzweltmeister PENGUIN TAPPERS zeigten uns in mehreren Vorführungen ihre herausragende Qualität und riss das Publikum mit. Langanhaltender Beifall zeigte dies. Im Laufe des Abends überreichte Herr Merckle einen Geldbetrag an den Musiktherapeuten Keller von der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland Pfalz, damit dieser seine Arbeit mit Kindern weiterführen kann. Der Betrag von € 500,-- kam zusammen durch Spenden der Mitglieder während Orchesterproben der Philharmonie. Herr Keller bedankte sich mit einem Trompetensolo, was ihm großen Beifall einbrachte.

Eine sehr positive und ausführliche Beurteilung erfuhr der Ball auch im Mannheimer Morgen vom 29.03. unter der Überschrift: „Trompeten-Solo und Steppschritt-Wirbel“.

 

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Benefizkonzert mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester (KKO) und Preisträgern der Städtischen Musikschule Mannheim, mit dem Kiwanis-Club Mannheim Ludwigshafen im Mozartsaal, Schoss Schwetzingen, am 19.06. (19.00 Uhr)
Es trafen sich im Mozartsaal im südlichen Zirkelbau des Schwetzinger Schlosses um 19 Uhr 58 Mitglieder der HARMONIE-GESELLSCHAFT v. 1803 auf Einladung des Kiwanis-Clubs MA-LU zu dem obigen Konzert. Zusammen mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester unter der Leitung von Diethard Joachim Laxa spielte die 16jährige Daniela Brock, Klavier das Konzert D-Dur Hob.XVIII:11 von Josef Haydn (1732-1809). Sie kommt aus der Klasse von Frau Susanne Wendel. Ihr Vortrag war für die Zuhörer einwandfrei und wir können uns freuen, wenn sie mit mehr Erfahrung und zunehmendem Einfühlungsvermögen Kariere machen wird.
Die 19jährige Trompetensolistin Mareike Schmitt aus der Klasse von Thomas Zelt bot das Konzert D-Dur G9 von Giuseppe Torelli ebenfalls in gekonnter Manier. Auch sie wird sich sicherlich mit der Zeit durchsetzen und dem Preis würdig erweisen.

Das Kammerorchester war wie immer begeisternd. Carl Philipp Stamitz (1756-1801) aus der Mannheimer Schule kam mit seinem Konzertanten Orchesterquartett G-Dur o.14 Nr. 2 zum Vortrag. Aber auch die „moderneren“ Stücke von Gustav Holst (1875-1934) und Josef Suk (1874-1935) begeisterten das Publikum, das lang anhaltenden Beifall spendete. Die Preisträgerinnen bekamen zwischendurch nach einer Laudatio des amtierenden Kiwanis- Präsidenten Hans-Christoph Donat ihre Preisträgerurkunde überreicht.

 

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Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen, anschließend Vorstellung eines Orchesterinstruments im Hotel Maritim am 14.03. (19.30 Uhr)
Es waren 55 Mitglieder anwesend, davon 8 Vorstandsmitglieder. Die Vorstandsmitglieder Friedhelm Klein (Krankheit), Dr. Christof Merckle (Verpflichtungen außerhalb) ließen sich entschuldigen.

Der 1. Vorsitzende Herr Dieter Merckle eröffnete die Versammlung mit der Feststellung, dass die Einladung form- und fristgerecht erfolgt war. Danach nahm er die Totenehrung vor.

Tagesordnungspunkte:

1: Der 1. Vorsitzende Herr Dieter Merckle, gab dann einen Kurzbericht über das abgelaufene Jahr, den er kurz hielt, da er beim Neujahrsempfang bereits die meisten Punkte berichtet hatte und dabei das Programm für 2011 vorstellte.
Die Mitgliederzahl hat sich erfreulicherweise auf 332 erhöht mit steigender Tendenz.
Es kamen 2.200 Besucher zu den 32 Veranstaltungen 2010.
Der Interessenkreis Kultur zog bei seinen Veranstaltungen 400 Besucher an.
Zum Interessenkreis Wandern kamen 180 Besucher zu 6 Wanderungen.

2010 wurde der neue Flyer entwickelt. Der Flyer liegt in der Kunsthalle, im REM, im Historischen Museum der Pfalz in Speyer und im Hotel Maritim aus. Herr Merckle bedankt sich besonders bei den Spendern aus dem Kreis der Mitglieder, der Palatina Kunst & Kultur, der Druckerei Grall und dem Hotel Maritim. Die Spenden betrugen im Jahr 2010   € 3.085,25.

Am Eingang des Maritim wurde unsere neue Broncetafel angebracht, die durch Mitglieder-Spenden finanziert wurde.

Herr Merckle bedankt sich ebenso bei den Vorstandsmitgliedern und deren Partnern für die 2010 geleistete Arbeit. Danke auch an die Mitglieder für die vielfältigen Anregungen zu den HARMONIE-Programmen.

2: Bericht des Schatzmeisters, Herrn Wolfgang Kempf, über das abgelaufene Jahr 2010 Die Bilanz wurde nach den Richtlinien für Gemeinnützige Vereine erstellt. Herr Kempf erläutert die Zahlen durch Folien. Kurz gefasst erbringt die Bilanz eine so genannte schwarze Null und entspricht damit dem ehemaligen Finanzplan, dessen Ziel auch im abgelaufenen Jahr erreicht worden ist.
Der Finanzplan für 2011 sieht ebenfalls eine ausgeglichene Bilanz vor, die mit größter Wahrscheinlichkeit auch erreicht werden kann.

3: Bericht der Kassenprüfer Dr. Gerhard Rappenecker und Horst J. Schmittel. Herr Schmittel trug den Revisionsbericht vor. Er lobte besonders die vorbildliche Buchhaltung und die durch die Kempf-Tochter Frau Stefanie Galbright erfassten und gebuchten Daten. Die Richtigkeit der Unterlagen wurde bestätigt.

4. Entlastung des Vorstandes. Herr Dabringhausen übernahm dieses Jahr das Ehrenamt der Abstimmungsleitung. Die anwesenden Mitglieder stimmten der Entlastung zu ohne Enthaltungen und ohne Neinstimmen.

5. Ehrungen Herr Merckle ehrte die langjährigen Mitglieder und lobte sie einzeln für ihre besonderen Verdienste oder ihre HARMONIE-Zugehörigkeit:
Herr Hans Jooss                                                                52 Jahre Mitglied
Ehepaar Christine und Dr. Klaus-Uwe Baron                     40 Jahre Mitglied
Ehepaar Roswitha und Gernot Lempert                              25 Jahre Mitglied
Ehepaar Marianne und Uwe Otto                                      25 Jahre Mitglied
Ehepaar Gisela und Jürgen Stölting                                    25 Jahre Mitglied

Die Ehepaare Ingrid und Wolfgang Marter, Gisela und Dr. Jürgen Stölting und Frau Elfriede Scharlach – alle 25 Jahre Mitglied - konnten wegen Erkrankung nicht anwesend sein. Die anwesenden Jubilare erhielten einen Druck des Achenbachschen Kaffeehauses und ein Sektpräsent.

6. Weiterentwicklung der HARMONIE  Herr Merckle berichtete, dass wir 2011 bereits 9 neue Mitglieder bekommen haben. Leider haben wir zu wenig junge Mitglieder, was aber bei allen Vereinen der Fall ist.
Herr Merckle und Dr. Schaumann bitten die Mitglieder, sich zur Mitarbeit im Vorstand zur Verfügung zu stellen oder evtl. einzelne Veranstaltungen in der Organisation zu übernehmen. Ein Tutor zur Einarbeitung ist immer vorhanden. Im Interessenkreis Wandern ist dies schon mit hervorragendem Erfolg gelungen.

7. Neuwahl des Vorstandes  Herr Dabringhausen übernimmt wieder das Ehrenamt, die Abstimmungen zu leiten.
Der erste Vorsitzende Herr Dieter Merckle wird einstimmig ohne Gegenstimmen mit einer Enthaltung gewählt.
Der stellvertretende Dr. Hans-Jost Schaumann wird einstimmig ohne Gegenstimmen und ohne Enthaltungen gewählt.
Der Schatzmeister Wolfgang Kempf wird einstimmig ohne Gegenstimmen und ohne Enthaltungen gewählt.
Der Schriftführer Dr. Manfred Schunck wird ohne Gegenstimmen und ohne Enthaltungen gewählt.
Die Beisitzer Eberhard Heinrich, Friedhelm Klein (in Abwesenheit), Dr. Christof Merckle (in Abwesenheit), Günter Mezger, Ute Seybold werden in einem gemeinsamen Wahlgang einstimmig ohne Gegenstimmen und ohne Enthaltungen gewählt.

Der wiedergewählte Vorstand bedankt sich herzlich für das ihm bisher entgegengebrachte Verstrauen und will sich weiterhin diesem würdig erweisen.

Herr Merckle betont aber noch einmal, dass bis zur erneuten Wiederwahl 2013 dringend jüngere Mitglieder mit in den Vorstand gewählt werden müssen, um einen reibungslosen Übergang auf eine neue Generation gewährleisten zu können.
Herr Merckle las einen Brief des Vorsitzenden der „Tanz mit“ Gesellschaft vor, der sich als exzellentes Lob der HARMONIE herausstellte. Wir waren begeistert.

Ende der Mitgliederversammlung  21,05 Uhr

Im Anschluss an die Versammlung stellt Herr Bernd Mallasch das Orchesterinstrument Vibraphon vor. Er wird begleitet von dem uns bekannten Musikpädagogen Herrn Jochen Keller von der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, Ludwigshafen.
Das Vibraphon wurde 1916 in den USA erfunden und hat sich seither vor allem in Jazz-Orchestern durchgesetzt. Seine Klangtasten bestehen aus Metall. Im Gegensatz dazu ist das Xylophon aus Holz bestehend.
Ein unter den Metalltasten, die wie bei einem Klavier angeordnet sind, angebrachter Schallkörper aus Metallrohren sorgt für die Resonanz. Zusammen mit einem Gleichstrommotor, der die Rohre teilweise schließt und öffnet, ändert sich das Vibrato nur in der Lautstärke. Ein Pedal als Dämpfereinheit sorgt für das Ende eines Tones. Ein Ton erklingt nur, wenn das Pedal betätigt wurde.
Zur Klangerzeugung werden Schlegel benutzt, deren Kopf aus verschiedenen Materialien bestehen: Wolle, Gummi, Holz, Kunststoff. Aber auch bespannte Geigen- oder Cellobögen.
Herr Wallasch zeigte uns, dass auch einfache Holzteile, Tische, Türen etc. damit zum Klingen gebracht werden können.
Außerdem waren wir begeistert, wie Herr Wallasch mit vier Schlegeln, deren Abstand er durch seine Fingerbewegungen ändern konnte, gleichzeitig mehrere Töne erzeugte.
Er hatte uns am Anfang der Vorstellung und am Ende ein Stück vorgespielt.

Die Mitglieder waren begeistert und freuen sich schon auf die Vorstellung des nächsten Instrumentes.

 

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IK Wandern: „Winterwanderung in den Rheinauen - Winterwanderung mit erwan-derter Geschichte(n) in und um Altrip“ am 26.02. (11.00 Uhr)
Auf dem Ludwigsplatz in Altrip trafen sich 33 (später zum Essen 37) Personen der HARMONIE und wanderten unter Führung von Eberhard Heinrich durch und um Altrip. Eberhard Heinrich gelang es, in uns die Geschichte lebendig werden zu lassen. Beginnend mit Kaiser Valentianus I (364-75), dem Erbauer des Castels „Alta Ripa“, und seiner Umgebung zur Sicherung des Rhein-Wasser-Weges und der noch sichtbaren Steinquader-Reste des Castels. Nachfolgend wurden auf dessen Reste eine Kirche der Spätromanik im frühen 13. Jhdt. erbaut, deren Turm in seiner Ausführung Modell für den späteren Anbau der 4 Türme des Speyerer Dom wurde. Wir hörten von den vielfältigen Überschwemmungen der Rheinauen, der Rheinbegradigung durch Tulla, vom Deichausbau und von vielem mehr. Elisabeth Heinrich erzählte uns Geschichten und Sagen aus der Vorzeit des Ortes und der Umgebung. Wir erfuhren vom „Unhold mit dem  Schlapphut“, die Hintergründe des „Hochziglochs“, das jeder Bräutigam seiner Größe und Länge entsprechend ausheben musste, um mit dem Erdreich den Damm zu erhöhen; dass der „Myriameter Stein“ (10.000m) alle 10 Kilometer am Rhein gesetzt wurde; was der „Prinz Karl Wörth Hafen“ mit unserer HARMONIE verbindet, dass das „Faule Eck“ einer Wiese entsprach, wo lauter faule Leut und der Kot der Kühe lagerte; wir hörten die Probleme mit dem Altriper Polder; wir sahen das älteste Haus von Altrip, das wunderbar hergerichtet worden ist. Wir aßen im Restaurant „Weißes Häusel“, der Hausbrauerei der Familie Zaun mit ihrem wunderbaren Weißbier, das nur hier zu kaufen ist. Danach begaben wir uns auf den Rückweg, der ebenfalls mit spannenden Geschichten verkürzt wurde. Im Haus „Zum Karpfen“ folgte der Abschluss mit Kaffee und Kuchen.

Die Teilnehmer danken herzlich dem Ehepaar Heinrich, das sich eine ungeheure Mühe in der Vorbereitung, Ausgestaltung und Führung durch den Tag, die Geschichte, den Geschichten und für das leibliche Wohl gegeben hat. Es war für uns überraschend, daß so viel Wissenswertes bei dieser Winterwanderung zu erfahren war. Die Wanderfreunde freuten sich über die ca. 10 km lange Strecke ohne Steigungen bei wunderbarem und kaltem Wetter

 

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„Arthur Sullivan“ - Vortrag von Herrn Meinhard Saremba (IK Kultur) im Hotel Maritim, Mannheim, am 07.02. (19.30 Uhr)
In für die 57 Mitglieder der HARMONIE bereits gewohnter Lässigkeit, überlegener phonetischer Darstellung und tief greifendem Wissen hielt unser Mitglied, Herr Saremba, seinen überaus spannenden, um nicht zu sagen leidenschaftlichen Vortrag mit Musikbeispielen des Begründers der englischen Oper. Arthur Sullivan (1842-1900) hat sich auf allen Gebieten der Kompositionen hervorgetan und überragende Musik mit meist ernstem Hintergrund geschrieben, die auf Vorbildern der festländischen europäischen Oper beruht, vor allem der italienischen aber auch der deutschen. Besonders seine komischen Opern haben für seinen Nachruhm gesorgt, der in England durch Copyright Rechte (bis 1901), den veränderten Geschmack bei „altmodischer“ Inszenierung, regelrechtem Rufmord (nach seinem Ritterschlag) und Diffamierung als Operettenkomponist sehr gelitten hat. Dies trug dazu bei, dass der so vielseitige und melodienreiche Künstler trotz seiner ausufernden Fantasie als Komponist erst spät anerkannt wurde, vor allem leider nur weitgehend im englischen Sprachraum, der sich aber weltweit verteilt. In Deutschland haben sich die meist nicht anglophilen Opernhäuser bisher nur wenig durchringen können, diesen herausragenden Komponisten öfter zu spielen. Dazu gehört auch Mannheim, wie sich in der spannenden Diskussion herausschälte. Der mit Diskussion fast zweistündige Vortrag begeisterte alle Zuhörer über die Maßen.

 

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Konzert des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart des SWR (IK Kultur) im Mozartsaal, Rosengarten Mannheim am 16.01. (18.30 Uhr)
Für diesen Termin hatten sich schon im Vorfeld 98 HARMONIE-Mitglieder angemeldet. Herr Kempf hatte die Organisation übernommen. Ein großes Zugpferd für diesen Abend war für uns unser Mitglied Herr Meinhard Saremba, der die Konzerteinführung in gewohnter Qualität moderierte, den Dirigenten Sir Roger Norrington und die Programmstücke einzeln besprach. Sir Roger war lange Jahre, und ist es noch sechs Monate, der Dirigent des Radiosymphonieorchesters Stuttgart des SWR. Er hat die historische Musikpraxis eruiert und mit wechselnden Streicher-Besetzungen für uns ganz neue Klangformer erwirkt. Auch die Sitzordnung der Streicher ist ganz anders. Die Kontrabässe sitzen in der Mitte, links die ersten Geigen, rechts die Bratschen, und die Holzinstrumente werden jeweils rechts und links außen platziert. Ein für uns ungewohntes Orchesterbild. Dies hat zur Folge, dass ein Klangbild entsteht, welches echoförmig den Raum füllt. Der Klang verschmilzt besser.
In die PRAGER- Symphonie, die zusammen mit DON GIOVANNI entstanden ist, hat Mozart (*27.1.1756 Salzburg, + 5.12.1791 Wien) das dramatische Klangbild der Oper mit eingearbeitet (Herr Saremba führte uns Beispiele dazu vor). Beide Stücke sind u.a. Mozarts Auflehnung gegen den Adel, was vor allem bei Cherubin, in Figaros Hochzeit, zum Tragen kommt.
Auch bei Beethovens (*17.12.1770 Bonn, + 26.3.1827 Wien) 13-minütiger LEONOREN-OUVERTÜRE Nr. 3 ist dieses Element deutlich. Der Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit steht ganz im Vordergrund. Die Ouvertüre wurde in einem unglaublichen Spannungsbogen durch Sir Roger vorgetragen mit einem strahlenden Abschluss, den Sieg der Freiheit symbolisierend. Sir Rogers Dirigierweise, im Vergleich zu anderen Dirigenten, ist sehr minimalistisch und überrascht durch fast unmerkliche Zeichengebung an die Instrumentalisten.
In Benjamin Brittens (*22.11.1913 Lowestoft, +4.12.1976 Aldeburgh) SERENADE klingen Bach, Brahms und Beethoven mit, obwohl eine andere Klangsprache benutzt wird. Der hervorragende Tenor Benjamin Hulett formte den Text mit den wärmsten Farben seiner Stimme unterstützt durch den Hornisten Wolfgang Wipfler. Im Nocturne und im Dirge (Grabgesang) kam es zu ergreifenden Momenten, welche dem Zuhörer unter die Haut gingen. Sir Roger war noch mit Britten bekannt und hat auf diese Weise direkt dessen Aufführungswünsche und Orchestergruppierung übernehmen können. Durch die einführende Vorbereitung von Herrn Saremba wurde für uns die Musik erlebbarer und wir konnten Brittens Aussage „durch Instrumente zum Denken und Fühlen“ nachvollziehen.

 

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Neujahrsempfang mit jungen Künstlern der Musikschule Ludwigshafen im Hotel Maritim, Mannheim, am 09.01. (10.30 Uhr)
150 Mitglieder kamen zusammen um das Neue Jahr zu begrüßen. Unser Vorsitzender Dieter Merckle begrüßte alle herzlich, dankte den Vorstandsmitgliedern  für ihr Engagement und ließ auch einen besonderen Dank an die Partner anklingen, ohne welche die Arbeit überhaupt nicht möglich wäre. Die Programmpunkte des vergangenen Jahres und danach das Programm des Jahres 2011 wurden angerissen. Herr Dr. Schaumann erläuterte danach das Musikprogramm, das durch junge Künstler der Musikschule Ludwigshafen gestaltet wurde. Die 11 jährige Pianistin Cyxuan To spielte für uns zwei Stücke von Chopin, „Nocturne in Es-Dur“ und einen „Walzer in F-Dur“. Für ihr Alter hervorragend. Maren Bellmann Kalvier und Benjamin Saile Blockflöte brachten uns Daniel Purcells „Divison on a ground bass“, Ottorino Respighis „Auszüge aus der Suite 1926“ und Antonio Vivaldis „Flautinokonzert in C-Dur“, das vor allem durch den wunderbar spielenden Benjamin Saile, der mit ungeheurer Virtuosität seine Blöckflöte meisterte und so für die Zuhörer zu einem Erlebnis wurde. Die Dozentinnen der Musikschule Ludwigshafen Frau Barth und Frau Wiesel wurden besonders belobigt. Im Anschluss daran begaben sich über 100 Gäste zum vorbereiteten Buffet in das Restaurant.

Auch unsere zweite Veranstaltung wurde am 10.01. vom „Mannheimer Morgen“ sehr gut beurteilt unter der Überschrift: „Harmonie-Gesellschaft: Neujahrsempfang im Maritim-Parkhotel mit kulinarischen und musikalischen Höhepunkten – Ältester Kulturverein der Kurpfalz fördert jüngste Talente“.

 

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„Spitzklicker: AugenKlick mal!“ im Musik-Kabarett Schatzkistl, Mannheim, Augustaanlage am 05.01. (20.00 Uhr)
Das Neue Jahr war erst fünf Tage alt und schon haben wir aus dem vielfältigen HARMONIE-Programm einen Höhepunkt erlebt: nämlich das Kabarett die „Spitzklicker“ aus Weinheim im Schatzkistl mit seinem Programm „Augenklick mal“. Das Ensemble hatte eigens für die HARMONIE eine geschlossene und vollständig von den Mitgliedern ausverkaufte Vorstellung (103 Personen) gegeben, die begeisterten Anklang fand. Das Programm war hinreißend, wobei manche Worte im schallenden Gelächter – auch über sich selbst – unterzugehen schienen. Für alle nachvollziehbar der Sketch im öffentlichen Verkehrsmittel mit den zwanghaften Mobilbenutzern, die Vorstellung, dass auf dem Friedhof von Chören „Junge komm bald wieder“ gesungen wird, die Aussage über die alternden Chöre die ins „betreute Singen“ kommen, oder auch die Klage des 90ig jährigen, der über seinen sich im Hotel Mama wohl fühlenden 70jährigen Sohn klagt, dass er selbst abnippelt bevor der Sohn sich abgenabelt hat. Der Beifall war groß, auch deshalb, da die Spitzklicker vieles im Fernsehen gebotene Kabarett übertreffen. Die Zugabe, die noch einmal einen Schnelllauf durch das Programm simulierte, war herausragend. Wir danken unserem Vorsitzenden Dieter Merckle für die vorausschauende, gelungene Organisation.

Übrigens hat der „Mannheimer Morgen“ unsere Veranstaltung begleitet und in der Ausgabe am 07.01 folgende Überschrift gewählt: „Pointen mit scharfer Zunge“

 

 
   
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